Beim ersten Mal tuts noch weh

September 17, 2008

Ich sehs schon kommen. Die Überstunden lassen nicht lang auf sich warten. Aber das macht nichts. Ich hab eh noch 17 Minusstunden abzubauen.
Es ist erstaunlich, wie viele Kundenschreiben mehr da rausgejagt werden. Hängt vermutlich damit zusammen, dass Kündigungen und Verlängerungen alle schriftlich bestätigt werden, während wir im Business-Team häufig auch dem Kunden telefonisch bescheid geben, dass die Änderung durchgeführt wurde. Oder per E-Mail.

Ich habe heute 66 Briefe gegengelesen und zwei neue Vorlagen erstellt. Außerdem drei Grundsatzdiskussionen geführt, welche Vorgehensweise richtig ist und welche nicht.
Es war also ein sehr aufregender Tag. *grins* Aber ich fands toll.
Und habe durchweg positives Feedback von den Mitarbeitern bekommen. In einem längeren Gespräch heute hat sich nämlich heraus gestellt, das die armen Leutchens immer nur gesagt bekommen haben: Ihr macht zu viele Fehler. Aber niemand hat ihnen gesagt, WAS falsch war.

Miss K. und ich sind rigoros dazu übergegangen, jeden Fehler den wir finden als Screenshot zu dem entsprechenden Mitarbeiter zu schicken. Das fand großen Anklang. Auf meine erste eigene Vorlage bin ich auch recht stolz.

Wir haben außerdem beim Chef beantragt, dass wir mit unserem Team in eine ruhigere Ecke umziehen, weil uns die Telefonie-Leute fast schon auf dem Schoß sitzen und es doch recht laut geworden ist. Gerade bei so sachen, die wir machen, ist hohe Konzentration schon recht wichtig.

Ein weiterer, nicht weiter erstaunlicher Nebeneffekt meiner Arbeit war, dass die interne Fehlerquote um teilweise mehr als das Dreifache angestiegen ist.
Montag war die Quote 7%, am Dienstag 15%. Heute 30%. Aber dafür landen weniger Fehler in Nürnberg, und das ist es, worauf es im ersten Schritt ankommt.

Es ist unglaublich, wie viele widersprüchliche Aussagen es doch zu den selben Themen gibt. Immer noch, selbst jetzt, nachdem wir ein Dreiviertel Jahr zum Einspielen hatten. Das lag daran, dass selbst drüben keine wirklichen Prozesse vorhanden waren, sondern alles quasi in mündlichen Absprachen geregelt wurden.

Hach. Ich freu mich immer noch.

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