Es gibt Tage, da möchte ich irgendjemanden verprügeln. Also, naja, nicht irgendjemanden. Genau genommen bestimmte Personen. Bei denen es immer wieder auffällt.

Ja, ich habe heute Fallbearbeitung gemacht. Ja, es war ein Fehler. Nein, ich bin NICHT zu perfektionistisch, ich lege nur wert darauf, das, was ich mache, gut zu tun. Gerade auf der Arbeit.

Aber es gibt immer wieder so ein paar Spezialisten, die ..denken einfach nicht. Ich mein, ist schon klar. Der Kopf ist ja auch nur da, damit es nicht in den Hals regnet. Wozu auch sonst? Wie, du meinst, zum Denken? Na, dann komm mal zu uns, und du wirst eines besseren belehrt.

Ich habe heute gefühlt neunhunderttausenddreihundertachtundziebzig Fälle gehabt, bei denen irgendwer Mist gebaut hat. Sei es, durch nicht-lesen des Kundenanliegens, oder absichtlichen Missverstehens. Mein letzter Fall hat mir meinen Feierabend um eine halbe Stunde verschoben. Ich hasse es, wenn sowas passiert, aber ich wollte es wenigstens noch fertig machen. Wir haben allein ne halbe Stunde gebraucht, um überhaupt durchzuschauen, was da passiert ist. Andere Leute machen sich solche Mühe gar nicht. Die schicken zwei mal ne Standardantwort hin, beide Male mit dem gleichen Fehler – es heißt ja auch in Neudeutsch „…dass Sie zeichnungsberechtigt ist.“ – und denken nicht für fünf Cent. Dass der Kunde nach der fünften E-Mail, ohne dass man ihm auch nur im Ansatz weiterhelfen konnte, oder auf seine Mails eingegangen ist, langsam etwas sauer wird, ist ja nicht weiter verwunderlich.

Dass andere Leute scheiße bauen beim Einpflegen der Vertragsdaten – Datenpflege sieht gewiss anders aus – ist auch nichts neues. Und dass wieder andere Leute die Worte des Kunden schlichtweg ignorieren und nur Schlüsselreize rauslesen und sich denken: Ach, das wird schon richtig sein, ist die dritte Sache.

Kann es wirklich so schwer sein, sich mal ein BISSCHEN Mühe zu geben? Sich ein bisschen vor Augen führen, dass wir dazu da sind, dem Kunden zu helfen, nicht, ihm unnötig die Zeit zu stehlen? Offenbar ist die Antwort ein klares: Ja!!!!!!! (mit fünf Millionen Ausrufezeichen).

wenn sonst nichts bleibt

Januar 12, 2009

so ist es zumindest die Erkältung. Ach was, Erkältung war gestern, HEUTE nehmen wir es nur mit der Gruppe .. Verzeihung, Grippe auf.  Tückisch ist dieses Mistding, das man sich unweigerlich und unausweichlich einfängt, wenn man zehn Stunden neben jemanden gequetscht sitzt,  der die Bazillen fleissig im drei Minuten Takt vor sich hin schleudert.

Weniger lustig wird es dann, wenn man dafür nicht krank werden will, wegen verdammter Quoten, auf die so sehr geachtet wird, und verdammter Vertragsverlängerungen, die anstehen, und keine zwei Monate mehr auf sich warten lassen. Es ist zum würgen.

Zumindest habe ich kein Fieber mehr, auch wenn ich mich teilweise immer noch schwach fühle. Die Gliederschmerzen und Kopfschmerzen sind auch weg, dafür bringt mein Husten mich zuweilen um. ABER auch dagegen habe ich heute – fleissig wie ich war – etwas getan: Ich war in der Apotheke und habe Hustensaft gekauft. Ganz toll. Das Zeug. Schmeckt fast gar nicht widerlich, habe ich festgestellt, nachdem ich es dann doch endlich geschafft habe, den Kampf gegen die Kindersicherung zu gewinnen.  Ob er wirkt? Wir werden sehen. Im Moment habe ich das Zeug ja erst das erste Mal gesehen. Paracetamol hab ich auch gleich mitgebracht, weil es ja generell nicht schaden kann, sowas im Haus zu haben. Und wo wir schon im Kaufrausch waren, habe ich mir noch ne neue Wolldecke und n neues Headset mitgebracht.

Das Headset zumindest wollte ich schon einweihen, aber die böse Miss J. war damit beschäftigt, Priesterbilder zu suchen. BUnd jetzt.. bin ich müde und will ins Bett.

Ich muss 25 Minusstunden abbauen. Ich weiß gar nicht, wie ich das bis Ende Februar schaffen soll. Zumal ich da noch ne Woche Urlaub habe. Am besten sollte ich wohl ab jetzt jeden Tag ne halbe Stunde Plus machen. Oder nächsten Monat ein oder zwei Samstage kommen. Aber ach, ich hab doch keine Lust. Vor allem im Moment nicht. Schätze, ich werde morgen ein bisschen früher anfangen. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als ich jeden Tag ne halbe bis eineinhalb Stunden länger gemacht hab. Nach zwei Wochen bin ich am Stock gegangen. Und da war ich gesund. Ich würds wohl im Moment eher nicht packen.

Wenn ich verlängert werde, ist das alles kein Problem. Dann hab ich auch noch länger als Ende Februar Zeit zum Ausgleichen.  Aber vielleicht könnte ich Samstags ne halbe Schicht machen. Vier Stunden. Oder sechs. Vier Stunden klingt toll. Eine Pause von 15  Minuten dabei, geht schneller rum als man blinzeln kann. Und wenns möglichst spät gelegt wird, ist auch okay. Dann kann ich ausschlafen.

Miss K. hat morgen ihr Assassment Center zum Supervisor. Mister H. auch. Ich gönne es ihnen wirklich, allen beiden, aber mir graut davor, dass beide bestehen und weg sind. Dann müssten Miss Ko. und ich den Laden allein schmeißen. Sie wird es hassen. Sollte Miss K. den Job bekommen, wird Mister H. auf ihren alten Platz kommen, und meinen Posten übernehmen, so wie ich ihren. Wir bräuchten dann nur eine neue Vertretung für ihn. Aber das sehen wir ja dann. Wenn ER hingegen den SV-Posten bekommt, bleibt ja alles beim Alten. Nur, dass ich nen neuen Vertreter brauche.

Ich hab auch überlegt, mich zu bewerben. Und habe mich dagegen entschieden. Das wäre nichts für mich. Ich wäre zu weich und könnte mich nicht durchsetzen. Wahrscheinlich wäre ich wirklich eher zum Fachidioten geeignet, anstatt zu führen und zu leiten. ACD-Coach. Das könnte mir auch noch gefallen. Aber da suchen sie so bald wohl keinen. Pedda macht das sicher noch ne Weile.

Und jetzt bin ich immer noch nicht im Bett. *seufz*

…was ich auch tu, immerzu denke ich immer noch wieder doch nur an dich…

tell myself…

Januar 5, 2009

…that I don’t miss you at all.

Wir waren in Berlin. Es war toll. Wirklich super. Die Weiberrunde war äußerst lustig und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Es dürfte nur schwierig werden in nächster Zeit – wobei es mir eigentlich gar nicht schnell genug gehen kann. Aber gerade Wärro hat sicherlich keine Lust, hochschwanger durch die Gegend zu gondeln, und schon gar andere Dinge im Kopf, wenn das Würmchen erstmal da ist. Und meine bezaubernde Blondine bekommt in nächster Zeit auch nicht so bald Urlaub, weil sie jemanden anlernen muss. Das arme Ding.

Sicherlich wird sie das irgendwann lesen. Ob ich extra für sie ein paar Blondinenwitze reinsetzen soll?

Hach, Leutchens, schee wars, und jetzt bin ich grad ne halbe Stunde zu Hause, habe eine mörderische zehn-Stunden-Heimfahrt hinter mir, und will doch wieder die Runde beisammen haben.

Schlimm ists mit mir, wie mir auch mehrfach in den wenigen Tagen bestätigt wurde. Jetzt? Vielleicht. *schmunzel*

Und doof ist die Situation in anderer Hinsicht allemal. Ich glaube, das Treffen mit Blondie hat es nicht einfacher gemacht, und es ist fast schon so schlimm, wie sie es selbst prophezeiht hatte. Was sie davon hält? Sie ist ein Hasenfuß und weiß es nicht. Hat sie gesagt. Es sei komisch, hat sie gesagt. Und gefragt, wieso ich kein Mann sein kann. Ich fürchte, in der Hinsicht kann ich leider nicht dienen. Aber ich behalte den Gedanken mit der Viererehe im Hinterkopf. *schmunzel* Blöde Spinnereien.

Und jetzt fang ich doch schon an, munter drauf los zu tippen, wo ich während der Fahrt noch überlegt habe, ob ich es noch ein, zwei Nächte sacken lassen soll, bevor ich im Überschwang der Gefühle hier Dinge herunter rassel, die am Ende peinlich werden können. Aber was solls, shit happens, und es gibt eine Edit-Funktion, falls ich es mir doch noch anders überlegen sollte. Dabei bin ich nicht einmal besoffen.

Und das Schlimmste daran ist, dass es noch schlimmer ist als vorher. Sie hat mich verzaubert, das kann man wohl so sagen. Ein Grund mehr, aus dem die ganze Situation doof und verfahren ist, ganz zu schweigen von der Entfernung und etwaigem Unwillen auf dieser oder jener (oder ihrer) Seite. Vielleicht bilde ich mir den Unwillen auch nur ein, oder sie weiß es nicht besser auszudrücken, oder ich mach mir wieder einmal zu viele Gedanken. Aber wie könnte ich damit aufhören, wo sie mir die ganze Zeit im Kopf herum schwirrt, und ich am Zug eigentlich bleiben wollte, bis sie abgefahren ist, und dann doch eher gegangen bin, damit ich nicht anfange zu flennen wie ein kleines Baby? Ablenkung ist das Zauberwort. Es stellt sich nur eine weitere Frage: Soll ich die Sache nun darauf beruhen lassen? Und wenn ja, könnte ich es überhaupt? („Jetzt?“) Will ich es überhaupt? Oder soll ich nun erst recht beharrlich, penetrant, schlimm und unmöglich dran bleiben? Nur, was bringts? Was nicht heißen soll, dass ich kategorisch ausschließe, dass es etwas bringen könnte (gut, vielleicht ein bisschen). Aber, ja, was bringt es? And when shall wie meet again? In thunder, lightning or in rain?

Genug davon. Für Nichtwisser ists vermutlich eh schon verwirrend genug, für Mitwisser Striptease genug. Und wer Fragen hat, kann ja einfach mal ganz dumm anfragen. Ich beiße auch nicht, außer auf ausdrücklichen Wunsch ( – ich bin schließlich wohlerzogen, und das auch ohne Kleider aus Drogen).

Habe ich schon erwähnt, dass ich mal wieder schreiben wollte? Hab ich auch erwähnt, dass ich mich nicht aufraffen kann? Und habe ich schon erwähnt, dass ich keine Lust habe, morgen zu arbeiten? Und habe ich ebenfalls schon erwähnt, das mein Tagesrhythmus völlig fürn Arsch ist? Aber das kommt wohl davon, wenn man immer bis in die Puppen wach bleibt, und dann irgendwann um fünfzehn Uhr frühstückt und sich wundert, warum es ne Stunde später schon wieder dunkel ist.

Der Winter ist scheiße. Und Schweinekalt.

I tell myself, that I don’t miss you at all…

can’t stop thinking

November 11, 2008

Nicht, dass ich es getan hätte. Aber ich würde es gern.

Spannung, Spaß und Action. Nur die Schokolade müssen wir selbst mitbringen.
Es gibt – mal wieder, wie nicht anders zu erwarten – einen ganzen Haufen Ungereimtheiten, die wohl nach und nach anfallen. Für mich erschwerend hinzu, dass ich keine Ahnung von dem Thema Kündigung und VVL habe. Ich weiß nicht, in welchen Fällen noch eine VVL durchgeht, wo ich auf Anhieb sehe, welche Laufzeit die Dinger haben – über Umwege, schon. Aber sobald dann irgendwas abweicht und nicht so ist, wie ich es auf den ersten Blick ersehen kann, geht die Recherche los. Es ist nicht so, dass es wirklich schlimm wäre. Es ist nur Zeitraubend. Aber ich habe inzwischen wohl schon ein recht gutes Tempo drauf.
Habe heute unsere gesamten Vorlagen überarbeitet UND zusätzlich 78 Briefe gegengelesen.
Am ersten Tag waren es 66, am Zweiten 98, aber da habe ich ne Stunde länger gemacht.

Was die Action und Spannung angeht, leidiges Thema unklare Prozesse. Da es zwei Unterschiedliche Aussagen darüber gab, welches Datum wir dem Kunden in einer Kündigung bestätigen (die eine Meinung hieß: Enddatum, die andere hieß: Enddatum + 1, weil das das Deaktivierungsdatum ist, damit der Kunde das Enddatum noch bis 24 Uhr nutzen kann). Nach kurzer Diskussion mit mehreren betroffenen Mitarbeitern bin ich zum Trainer, damit ich weiß, was ich nun als Falsch anstreichen soll. Erste Aussage (von gestern Mittag) war: Ist beides richtig.
Gegen 17 Uhr kam dann eine Rundmail: Hallo, habe in der KB (unser Lexikon gegen Kummer – oder FÜR Kummer) folgenden Auszug bekommen. blabla.
Ende vom Lied war: Bestätigt wird dem Kunden Deaktivierungsdatum +1. Sprich: Enddatum +2. Was in meinen Augen keinen Sinn machte, aber gut, es stand da so drin, also wollen wir das mal nicht anzweifeln.
Ich also brav alles entsprechend geändert und bei den Briefen ab heute ebenfalls brav die Fehler angekreidet.
Dann, heute so gegen 17 Uhr kommt der SV zu mir: Ey, Vicky! Wir haben ein Problem!
Ich dachte nur: Ohje, was ist jetzt schon wieder?
Er: Mister M. hat Bullshit erzählt. Wir müssen dem Kunden doch das Enddatum bestätigen. Was du ab jetzt machst, änder schonmal wieder soweit ab, es geht noch ne Mail an die Kollegen raus. Wir überlegen noch, wie wir das o2 erklären.
Yeeehaaaw! (Vor allem das: „Wir überlegen noch, wie wir das o2 erklären“ fand ich toll!)
Das heißt im Endeffekt, dass wir heute 90% der Kündigungsbestätigungen falsch rausgejagt haben und die wohl Montag alle brav wieder bei uns auflaufen. Das wird ein Fest. Vor allem, weil unser Trainer schon im Wochenende war, als die Info rum kam. Das wird eine tolle Kinderüberraschung am Montag Morgen. *grins* Der arme Kerl. In seiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken.

Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass drüben echte Korinthenkacker sitzen.
Ich mein, ich kann verstehen, wenn ein Brief als Fehler zurück kommt, wenn die Formulierung unsauber ist. War sie beim ersten Mal auch. Wenn ich dann aber die korrigiert Version rausschicke mit dem Satz: Lieber Kunde, blabla, die von Ihnen angegebene Mobilfunknummer existiert nicht. Bitte prüfen Sie die Angabe und senden Sie uns Ihr Anliegen erneut rein.
Ist das missverständlich? Ist das falsch? – Ich meine nein.
Aber Madame passte das auch nicht, weil es ja angeblich falsch ist. Die Rufnummer existiert ja, nur bei einem anderen Anbieter. (Und jetzt kommts!) Schließlich ertönt da ein Freizeichen, wenn man die Nummer anruft! !!!!einseinself
Es ist NICHT unsere Aufgabe, falsch angegebene Rufnummern anzurufen um zu fragen: Hallo Siehieee. Gehören Sie zufällig zu der Firma soundso?
Offenbar haben sie drüben zu viel Langeweile. Das ist die einzig logische Erklärung. Ich kann es mir wirklich nicht anders erklären. Ich glaube, die Frau hab ich jetzt schon gefressen.

Was mich ein bisschen ärgert, ist die Tatsache, dass ich es durch die Arbeit an den Vorlagen nicht geschafft habe, die letzten 29 Briefe auch noch zu lesen. Bis ich Montag anfange, sinds bestimmt schon wieder an die fünfzig geworden. Damit bin ich dann MINDESTENS bis Mittags beschäftigt. Aber gut, ich hab ja früher. Da kann ich dann ruhigen Gewissens noch ne Stunde dran hängen und meine Minusstunden abbauen.
Dafür kam widerum großes Lob und großer Dank von meinen Kollegen. Sowohl ob der Tatsache, dass sie sofort auf ihre Fehler hingewiesen werden und sich die dann fürs nächste Mal merken können, als auch für die Arbeit an den Vorlagen und dass das so schnell ging.
Andererseits ists nur sinnvoll. Je eindeutiger und einfacher die Vorlagen sind, desto mehr Fehlerquellen kann man ausschließen. Und um daran zu arbeiten, hab ich meinen Job ja bekommen. :)
Hach, ich weiß. Ich habs schon tausendmal erwähnt. Aber es muss nochmal raus: Ich freu mich!

Außerdem! Ich habe es heute endlich geschafft, mir die Glühbirnen zu holen. Nachdem ich einmal erfolglos durch den Laden geirrt bin und schon aufgegeben habe, mit dem festen Gedanken im Hinterkopf, einen bösen Eintrag über den unfähigen Edeka bei mir um die Ecke zu schreiben, habe ich sie auf dem Weg zur Kasse entdeckt. Versteckt, hinter einem Rollständer mit Serviertten – oder was das war.
Ich hätte nur vielleicht daran denken sollen, sie reinzudrehen, als es noch hell genug war, dass ich etwas hätte sehen können. Aber gut, man kann nicht alles haben. *räusper*

Ich stelle gerade fest, dass ich momentan fast nur noch von der Arbeit schreibe. Ich hätte nicht gedacht, dass mir sowas mal passieren kann. Aber ich glaube, so im großen und ganzen gesehen, habe ich es mit meinem Job schon verdammt gut erwischt. Ich hab schon wesentlich schlimmere Arbeit gemacht, von der ich dann allenfalls erzählt habe, um als abschreckendes Beispiel eine Vorlage zu bringen. Oder mich aufzuregen. Hier ist trotz aller Aufregung eine Menge Herzblut hinter.

Und jetzt… werde ich wohl langsam ins Bettchen.
To do für die nächsten Tage: Endlich mal weiterschreiben. Nachdem das mit der Glühbirne auch so toll geklappt hat. *g*

Beim ersten Mal tuts noch weh

September 17, 2008

Ich sehs schon kommen. Die Überstunden lassen nicht lang auf sich warten. Aber das macht nichts. Ich hab eh noch 17 Minusstunden abzubauen.
Es ist erstaunlich, wie viele Kundenschreiben mehr da rausgejagt werden. Hängt vermutlich damit zusammen, dass Kündigungen und Verlängerungen alle schriftlich bestätigt werden, während wir im Business-Team häufig auch dem Kunden telefonisch bescheid geben, dass die Änderung durchgeführt wurde. Oder per E-Mail.

Ich habe heute 66 Briefe gegengelesen und zwei neue Vorlagen erstellt. Außerdem drei Grundsatzdiskussionen geführt, welche Vorgehensweise richtig ist und welche nicht.
Es war also ein sehr aufregender Tag. *grins* Aber ich fands toll.
Und habe durchweg positives Feedback von den Mitarbeitern bekommen. In einem längeren Gespräch heute hat sich nämlich heraus gestellt, das die armen Leutchens immer nur gesagt bekommen haben: Ihr macht zu viele Fehler. Aber niemand hat ihnen gesagt, WAS falsch war.

Miss K. und ich sind rigoros dazu übergegangen, jeden Fehler den wir finden als Screenshot zu dem entsprechenden Mitarbeiter zu schicken. Das fand großen Anklang. Auf meine erste eigene Vorlage bin ich auch recht stolz.

Wir haben außerdem beim Chef beantragt, dass wir mit unserem Team in eine ruhigere Ecke umziehen, weil uns die Telefonie-Leute fast schon auf dem Schoß sitzen und es doch recht laut geworden ist. Gerade bei so sachen, die wir machen, ist hohe Konzentration schon recht wichtig.

Ein weiterer, nicht weiter erstaunlicher Nebeneffekt meiner Arbeit war, dass die interne Fehlerquote um teilweise mehr als das Dreifache angestiegen ist.
Montag war die Quote 7%, am Dienstag 15%. Heute 30%. Aber dafür landen weniger Fehler in Nürnberg, und das ist es, worauf es im ersten Schritt ankommt.

Es ist unglaublich, wie viele widersprüchliche Aussagen es doch zu den selben Themen gibt. Immer noch, selbst jetzt, nachdem wir ein Dreiviertel Jahr zum Einspielen hatten. Das lag daran, dass selbst drüben keine wirklichen Prozesse vorhanden waren, sondern alles quasi in mündlichen Absprachen geregelt wurden.

Hach. Ich freu mich immer noch.

Heute war mein erster Tag nach dem Urlaub. Ich hatte erstaunlich gute Laune, als ich mich morgens aus dem Bett gequält habe und zur Arbeit geschleppt.
Und gegen Mittag zeigte sich auch, dass ich allen Grund dazu haben durfte.
Der liebe Trainer zog Miss K. und mich heraus und eröffnete dann offiziell, dass ich fortan – also ab morgen – inoffiziell die Aufgaben des Gegenlesens und als Ansprechpartner für unsere Bereiche Kündigung und Vertragsverlängerung zuständig bin.
Whey. *macht die Welle und hüppelt im Kreis*

Ich finds toll. Miss K. strahlte mich auch an, und freute sich für mich mit. Und zeigte mir dann noch, wie ich neue Vorlagen hochlade und welche Neuerungen es bei den berüchtigten Fehlerlisten gibt.

Und als der Trainer uns ernst ansah, von einer zur anderen, und meinte: Wenn irgendwas ist, Absprachen schafft ihr ja untereinander, ne?
Wir haben uns nur angesehen und mussten beide grinsen. Aber nicht doch, natürlich schaffen wir das nicht. Weil wir uns überhaupt gar nicht leiden können und außerdem noch im Kindergarten sind. *räusper* Oder so ähnlich.

Da fällt mir ein. Ich wollte immer noch nach der CD schauen, wegen der Fotos. *ächz*
Und erinner mich mal einer daran, dass ich demnächst neue Glühbirnen kaufe. Ich tapse seit Wochen Abends im Dunkeln in mein Bett und bin erstaunt, mir noch nicht den Hals gebrochen zu haben. Wie kann man sowas nur immer wieder vergessen?

Und nu … gehts ab ins Bett. Gute Nacht, Marie!

Fernweh

September 14, 2008

Hallo Halli – Deutschland hat mich wieder. *husthust* Oder so ähnlich.
Ja, ich war weg. Und ja, obwohl das Wetter mies und nass und windig und kalt war, wars trotzdem schön. Der gute Kim hats wirklich traumhaft da oben.
Keine zwei Minuten vom Strand. Ich hab sogar ein paar Fotos gemacht, und sollte ich irgendwann die Installations-CD von meinem Handy wiederfinden, setz ich euch ein Bildchen hier rein. :)

Auf dem Rückweg – weil ich da eh mit dem Wochenendticket gefahren bin – habe ich einen kleinen Umweg über Hamburg gemacht, mit zweieinhalbstündigem Zwischenstop, in dem ich eine alte Chatfreundin wieder getroffen hab, mit der ich lange Zeit mal sehr engen Kontakt gepflegt habe. Warum das auseinander gegangen ist? Vermutlich, weil ich meine Keine-Lust-Auf-Chat-Und-Die-Ganzen-Leute-Phase hatte und mich einfach von allen abgekapselt habe.
Um so schöner war es, sie dann nach all den Jahren doch wiederzusehen.

Außerdem hat mich ein wenig das Fernweh gepackt. Ich habe festgestellt, dass ich früher viel öfter unterwegs war. Oftmals auch spontan. Sei es ein CT, ein Forentreffen, oder sonstwas in der Richtung. Mal eben nach Österreich. Mal eben nach Hamburg. Mal eben nach Köln. Mal eben einfach weg – W-E-C-H!

Ich glaube, das sollte ich öfters mal wieder machen. Vielleicht ja auch mit dem Wochenendticket. Samstags hin, Sonntags zurück, vielleicht sogar nachts fahren und in den Zügen schlafen? Freiheit genießen. Auch wenn ich gerade fürs Erste wieder die Schnauze voll habe vom Zugfahren.

In Minden hab ich eine LARPerin getroffen. Wir haben dann etwa eine Stunde des gemeinsamen Weges gehabt, uns unterhalten und ICQ-Nummern ausgetauscht. Wirkte ganz nett, das Mädel, obwohl ich manche ihrer Geschichten für übertrieben halte.
Oder habt ihr schonmal gehört, dass jemand – nur weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte – von der Polizei mitgenommen wird, einer Leibesvisitation unterzogen wird, sich da komplett ausziehen muss und die Madame so lange festhalten, bis am nächsten Tag der Vater mit der Geburtsurkunde vorbei kommt, um zu beweisen, das sie wirklich ist, wer sie sagt?

Bei allem Fernweh, schön und gut. Ich bin auch froh, wieder zu Hause zu sein. Und bedanke mich bei meinem Lieblings-SL dafür, dass er mir nochmal kräftig in den Hintern getreten hat und mir angedroht hat, mir die Ohren langzuziehen, wenn ich nicht fahre.
Ich habs nicht bereut. Und all ihr Leute da draußen, die ihr so weit weg wohnt, macht euch auf eines gefasst:

Euch krieg ich auch noch!!

hihihi

Komm zu mir

September 8, 2008

Ich liebe Falo. Ich hab heute bei dem Play fast geweint. Dieser Mann ist einfach nur perfekt. Selten habe ich Danja so intensiv, so gern so intensiv im Chat gespielt. Mit all ihren Facetten, nicht nur als saufende Schlägerbraut.

Danke dafür. Trotz des stetigen ‘Star Wars – Krieg der Finger’ und der teilweise abrupten Störungen. Herzlichen Dank. *Luftkuss zuwerf*

Mein baldiger Seemanns-Ex-Kollege hat gestern abend wieder angerufen. Und mich fürs Wochenende hoch an die Küste eingeladen. Also, so indirekt. Weil er nämlich so davon schwärmte, wie gut es ihm da oben ginge, und wie schön es da sei. Und er es traurig fand, dass er es mit niemandem teilen könnte, der ihm wichtig ist. Und als ich ihm vorwarf, dass er mich ja nur neidisch machen wollte, kam der Kommentar: Du bist natürlich herzlich eingeladen, mich besuchen zu kommen.

Tja, und nun sitz ich hier und überlege. Und überlege. Soll ich? Soll ich nicht? Ich hab ja noch ein paar Tage Urlaub. Inklusive nächsten Montag. Theoretisch könnte ich ihn von Freitag bis Montag belästigen fahren.

Und mit der Bahn gibt es im Moment auch diese Spezial-Tickets, mit denen man für 29 Euro quer durch Deutschland fahren kann. Wenn ich Freitag hin will, sollte ich mich aber bis spätestens morgen entschieden haben, weil man die Tickets drei Tage im Voraus buchen muss.

Eigentlich wollte ich ja eh ein paar Tage weg, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das wäre ja eine. Trotzdem bin ich noch unschlüssig. Vielleicht auch einfach zu faul. Ich weiß es nicht. Ich neige dazu, fehlendes Geld als Ausrede vorzuschieben. Aber ich glaube, für ein paar Tage Urlaub und außerdem in Gesellschaft von Kim könnte ich die Kohle so grad noch abknapsen, ohne deswegen am Hungertuch zu nagen.

Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich ihn wirklich knuffig finde? Und dass er inzwischen wieder Solo ist? – Seufz. Ich glaube, ich habe nur Schiss. Davor, dass sich vielleicht was anbahnt. Oder vielleicht auch, weil die Gefahr bestünde, dass es eben nicht der Fall ist.

Am Rande. Ja, ich habe den Blog schmählich vernachlässigt. Genauso, wie ich das Schreiben schmählich vernachlässigt habe.

Es gibt schöne und weniger schöne Neuigkeiten, querbeet aus dem Bereich privat und beruflich.

Mein Arbeitskollege, der jetzt weg ist und bald zur See fährt, hat sich gestern gemeldet, wollte Bescheid sagen, dass es ihm gut geht und hat offenbar an mich gedacht. *smile* Fand ich sehr süß. Er wohnt inzwischen in Warnemünde und hat dort keinen o2-Empfang, wie wir festgestellt haben. *lacht*

Dafür wohnt er nur zwei Minuten Fußweg vom Strand entfernt und schafft es sogar, täglich zu lernen. Er meinte, in der Theorie wäre er schonmal recht gut, in der Praxis könne er es noch nicht beurteilen. Ich drücke ihm von hier aus die Daumen und freue mich, dass es ihm gut geht.

Falos Urlaub ist vorbei. Die Eltern wieder da. Die Nächte, in denen wir durchzocken konnten sind demzufolge ebenfalls vorbei. *seufz* Und wisst ihr was? Er hat mir sogar eine Nachricht im GB hinterlassen, mit dem Dank dafür, dass ich so viel Zeit für ihn geopfert hätte. So ein Torfkopp! Als wenns mir nicht ein großes Vergnügen gewesen wäre!

Ich habe im Moment Urlaub, war am Donnerstag trotzdem kurz auf der Arbeit, weil MIss K. Geburtstag hatte und mir versprochen hat, mir ein Stück Kuchen zurück zu legen. Ich habe ihr ein Ü-Ei mitgebracht, weil sie so gallig darauf ist, die Schäfchen-Figuren zu bekommen, die derzeit drin sind. Leider wars nur ein Daumenkino, aber der gute Wille zählt, und sie hat sich trotzdem riesig gefreut, sowohl über meinen Besuch, als auch das Ü-Ei.

Derweil erzählte mir eine andere Kollegin – eine von denen, die den Test bestanden hat und nun Senior Agent ist – dass sie mit dem Trainer gesprochen hat. Womöglich bekomme ich die Chance, als inoffizieller Ansprechpartner und zum Gegenlesen für unsere Abteilungen Vertragsverlängerung und Kündigung zu fungieren, weil dort noch immer so viele Fehler zurück kommen. Ich hätte sie küssen können für diese Aussage. Weil ich mir sehr sicher bin, dass sie die treibende Kraft dahinter ist, die dem Trainer auf die Füße getreten ist. Und weil sie ja auch genau wusste, wie gern ich den Job gemacht habe. Es wäre wirklich ein Traum, wenn das funktioniert.

Ansonsten haben wir mal wieder Pen und Paper gespielt. Irgendwie habe ich festgestellt, dass Charaktererschaffung die unangenehme Eigenschaft hat, zuweilen ein wenig aus dem Ruder zu geraten. *räusper* Ich wollte mir eine Diebin basteln. Eine ganz normale Diebin. Gut, vielleicht ein wenig egoistisch, ein wenig weniger gutherzig als Danja und mehr gleichgültiger Natur, damit es eben KEINE zweite Danja wird. Und irgendwie ist ein regelrechts Miststück daraus geworden, die in der lokalen Drogenmafia die Enkelin eines sehr großen Fisches ist und es mit ihrer ‘Arbeit’ manches Mal ein wenig übertreibt. O-Ton:

Großmutter: Min. Ich habe gehört, du hast dein Temperament nicht unter Kontrolle. Du solltest die Ladenbesitzerin einschüchtern, das ist richtig. Aber es war nicht gleich nötig, ihr das Gesicht zu zerkratzen.

Min: Verzeih, Großmutter. Ich wollte nachdrücklich sein.

Großmutter: Das warst du, Kind. Das warst du.

*räusper* Nunja.  Meine Mitspielerin, eine Mischung aus Priesterin, Maga und Kämpferin, ist ähnlich abgerutscht. Recht blutgeil, die kleine Hexe und arrogant bis zum Geht-nicht-mehr. Ein wirkliches Dream-Team. *hüstel* Wären sie nur gerade nicht in der Gefangenschaft zweier terkonnischer Offiziere, die die beiden ’sehr putzig’ finden, wie sie immer wieder versuchen zu fliehen und sich zwischen ihren Fluchtversuchen mit verzweifelter Vehemenz einzuschleimen versuchen, um die Bedenken der Herren zu zerstreuen.

Heute kommt mein Lieblings-SL zu Besuch. Wir wollen mit Falo ein Play ansetzen, in dem er Ataraxias spielt. EIn Terkonnier, der geschickt wurde, um auf Danja aufzupassen. Ich habe schon die Ansage bekommen, dass Ataraxias erst Falos Fähigkeit bezweifeln wird, auf Danja aufzupassen und im nächsten Atemzug die Fähigkeit, sie sexuell zu befriedigen. Das wird ein Spaß. *ggg* Ich bin gespannt, wie Falo sich machen wird.

Außerdem habe ich seit gestern endlich eine eigene Waschmaschine. Das hat sich irgendwie zufällig so innerhalb von zehn Minuten Gespräch ergeben. Mein Schwesterherz hat noch eine übrig, die sie nicht benutzt , also sind wir kurzerhand hin gefahren und haben sie abgeholt. Wahrscheinlich lags daran, dass ich ein Couch Potato bin und außerdem den Tag noch nichts gegessen habe. Fakt war, kaum hatten wir die Maschine im Auto, dachte sich mein Kreislauf, er könne mal zusammen klappen. Das war mir wirklich unangenehm. Aber ich schätze, ich war da gerade genau in richtiger Gesellschaft. Die einen haben es selbst schon öfter gehabt, die anderen kannten sich damit aus. So lag ich kurz darauf neben der Waschmaschine im Kofferraum, hab ein Glas Wasser und nen Schokoriegel in die Hand gedrückt bekommen und war nach ner Viertelstunde wieder auf den Beinen.

Zum Hochtragen in meine Wohnung habe ich dann einen Arbeitskollegen überfallen, der gerade auf dem Weg ins Wochenende war und dafür den Spitznamen Ganster-Hasi wegbekommen. *hehe* Ich mag den. Also, den Spitznamen. Den Kollegen im Übrigen auch. Ist ja mein Schneckchen. Sehr spassig war dann, als wir die Maschine oben hatten (es ist ein Toplader) und mein Kollege das Teil dann umdrehte, so dass die Luke zum Öffnen vorn ist. Und alle schauen nur ganz entgeistert, bis ich fragte: Was tust du da? Bis er dann realisiert hatte, dass es so nicht richtig war. *grins*

Nun, man gönnt sich ja sonst nix. *hehe*

Und nun muss ich noch flugs zu Mama huschen, um meine Wäsche von gestern abzuholen. Last time. Yeah.